Digitale Kultur

Hello, Robot! Wie sich unsere Fähigkeiten in Zukunft ändern müssen

Barbara Przeklasa
Barbara Przeklasa

Höher, schneller, besser. Das Rad in der IT-Welt dreht sich rasant. Ich habe mich gefragt wie es eigentlich um unsere Fähigkeiten im Alltag und Beruf bestellt ist, wenn sich „da draussen“ so viel ändert. Worauf kommt es in den nächsten Jahren an? Was müssen wir neu lernen, was können wir getrost vergessen? Nach einer kurzen Google-Recherche finde ich eine interessante Grafik, die die Entwicklung der wichtigsten Skills von 2015 und 2020 vergleicht. Wir haben also nun Halbzeit, ziehen wir eine kleine Zwischenbilanz.

Nicht alle Skills schaffen es in den Recall

Wie die Übersicht der Top 10-Skills des World Economic Forum zeigt, ändern sich innerhalb von nur fünf Jahren über 35% der Fähigkeiten, die als sehr wichtig eingestuft werden. Bis 2020 werden u.a. fortgeschrittene Robotik, autonomes Fahren und künstliche Intelligenz weiter Einzug halten. Diese Entwicklungen werden die Art und Weise verändern, wie wir leben und arbeiten. Einige Arbeitsplätze werden dabei verschwinden, andere werden wachsen. Jobs, die es heute noch gar nicht gibt, werden alltäglich.

Auf welche Fähigkeiten wird es ankommen?

Kreativität ist einer der Top-Fähigkeiten, die wir künftig noch viel, viel mehr brauchen werden. Mit einer Lawine von neuen Produkten, Technologien und anderen Arbeitsweisen müssen wir Stück für Stück kreativer werden, um von den neuen Möglichkeiten zu profitieren. Roboter können uns bei den Aufgaben helfen, bei denen wir schneller sein wollen, die monoton oder gefährlich sind. Aber sie sind (noch) nicht so kreativ wie wir Menschen.

Während Verhandlungsgeschick und Flexibilität auf der Liste der Fähigkeiten in 2015 noch hoch angesiedelt waren, werden beide im Jahr 2020 aus der Top 10 fallen. Maschinen, mit ihren Massen an Daten, werden statt dessen immer mehr Entscheidungen für uns treffen. Eine Umfrage des Global Agenda Council des Weltwirtschaftsforums über die Zukunft von Software und Gesellschaft zeigt sogar, dass künstliche Intelligenz bis 2026 Teil des Vorstands in Unternehmen sein wird! Dafür wird Emotionale Intelligenz, die 2015 noch nicht in den Top 10 zu finden ist, bis 2020 zu einer der wichtigsten Fähigkeiten. Laut dem Buchautor Gunter Dueck handelt es sich beim „EQ“, um die Emotionale Intelligenz des Herzens und der Zusammenarbeit und wird jobunabhängig zum wesentlichen Erfolgsfaktor.

Disruptionen heizen weiter ein

Manche Entwicklungsfortschritte sind natürlich weiter als andere. Mobile Internet- und Cloud-Technologie wirken sich auf die Art und Weise, wie wir arbeiten, schon heute in vielen Branchen stark aus aber noch nicht überall. Künstliche Intelligenz, 3D-Druck und IoT sind großteils noch in frühen Stadien der Nutzung, aber ich gehe davon aus, dass sich das schnell ändern wird. Sehr gut möglich, dass die Liste in 2025 dann wieder ganz anders aussehen wird.

> Themen wie diese diskutieren wir übrigens bei unseren regelmäßigen duesentrieb Camps. Sei als Gast beim nächsten Camp am 14. Juli dabei!