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Smart Air – Das intelligente System für die Behaglichkeit im Haus

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kaltes Getränk

Sie bauen eine Bodenheizung ein, die auch im Sommer kühlen kann und die Wärme ins Erdreich abführt? Da freuen Sie sich bestimmt auf angenehme Hitzewellen in ihrem Haus?

sommerhitzeHäufig leider nicht. Im Sommer ist es häufig warm und feucht. Wenn Sie den Boden und die Raumluft abkühlen, kann die relative Luftfeuchtigkeit im  Raum über 60-70% steigen, was wir dann als unangenehm empfinden. Zusätzlich kann es bei solchen Werten auch sehr schnell zu Kondensation und Schimmelbildung kommen. Daher ist die tatsächliche Kühlleistung im Sommer in der Regel ohne Entfeuchtungsanlagen sehr begrenzt. Alternativ kann man eine Luftklimaanlage mit Entfeuchtungsfunktion installieren, die allerdings viel Energie verbraucht, sehr laut und nicht so angenehm wie eine Bodenheizung ist.

behaglichMit dem Smart Air System wird eine Entfeuchtungsanlage auf Basis des Adsorptionsprinzips eingebaut, was die ideale Ergänzung zu einer Bodenkühlung ist. Dies hat den Vorteil, die Luftfeuchte im Sommer auf angenehmen Werten zu halten und Schimmelbildung sicher zu vermeiden. Die Adsorptionsanlagen sind sehr ruhig, energieeffizient und funktionieren wie eine Art Klimabatterie. Das Wasser der Luft lagert sich als Adsorbat an, was dann regelmäßig elektrisch regeneriert werden muss. Hier kann man die günstigen Strompreise in der Nacht nutzen, um die Regeneration auf Vorrat für den folgenden Tag durchzuführen. Auch tagsüber gibt es häufig Zeiten mit günstigeren Strompreisen, welche man dann für die Regeneration nutzen kann. Diese Strategie spart Geld und entlastet die Stromnetze durch einen Bedarfsausgleich.

Im Winter hingegen gibt es häufig das Problem von zu trockener Luft. Mit dem Smart Air System wird dafür eine Befeuchtungseinheit installiert, welche ein Absinken der Luftfeuchtigkeit auf unter 30-40% verhindert, was auch gesünder ist.

Die Bedarfe der einzelnen Räume des Klimatisierungssystems in einem Haus können sich stark unterscheiden. Schlafzimmer und Küche sollen eher kühl sein, Badezimmer und Wohnräume hingegen eher warm. Und im Keller darf es auch schon kalt sein. Zusätzlich wird durch ausgiebiges Kochen, Duschen und gesellige Abende viel Feuchtigkeit eingebracht, die dann auch relativ schnell wieder auf Normalwerte reduziert werden soll.

Um auf das Leben der Bewohner in jedem Raum entsprechend reagieren zu können, sind Temperatur- und Feuchtesensoren in den meisten Räumen wichtig. Damit kann das Smart Air System die Bedarfe der Bewohner vorhersagen. Die intelligente Regelung kann nun unter Berücksichtigung von Strompreisschwankungen und Wettervorhersage die Regenerationszeiten des Entfeuchtungsmoduls anpassen.

Zur Erforschung des Smart Air Systems haben sich das Institute of Materials and Processes (IMP) der Hochschule Karlsruhe, die DBK David + Baader GmbH sowie die esentri AG bis 2022 zusammengetan.

Dieses Projekt wird im Rahmen von ZIM durch das BMWi gefördert. Ansprechpartner sind Matthias Feiner für das IMP, Steffen Bentz für die DBK David + Baader GmbH und Simon Kneller für die esentri AG.