Innovation

Einfaches Digitales Vergessen: sensible Informationen einfach und sicher austauschen

In der heutigen Wissensgesellschaft ist der sichere Austausch sensibler Informationen für Unternehmen von essentieller Bedeutung. Informationen zur Unternehmensstrategie, zu Projekten oder auch personenbezogene Informationen wie Bewerbungsunterlagen werden häufig digital ausgetauscht. Bei den derzeit eingesetzten Lösungen verliert der Sender jedoch die Kontrolle über seine sensiblen Informationen, sobald er sie weitergegeben hat. Hier setzt das Projekt „EDV – Einfaches Digitales Vergessen“ an, das neben dem sicheren Datenaustausch auch eine Lösung für das automatisierte Löschen von Daten entwickeln möchte. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert das EDV-Vorhaben. Die esentri AG ist Koordinator des Verbundprojekts, an dem weiterhin die CAS software AG und das Forschungszentrum Informatik sowie die Hochschule Pforzheim beteiligt sind.

EDV soll in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt werden können. Das Projekt möchte den Austausch sensibler Informationen zwischen Unternehmen, zwischen Unternehmen und Einzelpersonen sowie unterhalb Einzelpersonen unterstützen. So können zum Beispiel wichtige Projektunterlagen oder vertragliche Vereinbarungen ausschließlich nur während der Laufzeit von gemeinsamen Projekten geteilt werden. Letzteres ist durch die zunehmend übergreifende Zusammenarbeit von Unternehmen von besonderer Bedeutung und trägt so zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland bei.

Sicherheit und Datenschutz wird intuitiv erlebbar

Die EDV-Lösung gewährleistet, dass die ausgetauschten Informationen automatisch gemäß geltenden Datenschutzbestimmungen und Datenschutzrichtlinien behandelt werden. Während der Inhaber die Nutzung der Daten einfach kontrollieren kann, erhält der Empfänger die Garantie, dass diese nur datenschutzkonform benutzt werden. EDV besteht aus Server- und Client-Komponenten für unterschiedliche Endgeräte.

Für eine größtmögliche Sicherheit befinden sich die Daten nie unverschlüsselt auf dem Server, sondern immer in verschlüsselten Containern. Durch eine clientseitige Ver- und Entschlüsselung bleibt die Kontrolle beim Inhaber der Daten, der den Datenzugriff zeitlich einschränken kann. Die Client-Software verhindert das lokale Speichern der Daten und informiert den Empfänger über seine Rechte und den beabsichtigten Verwendungszweck der Daten. Die benötigte Software kann zentral durch den EDV-Server verteilt oder z.B. als Web-Anwendung bereitgestellt werden. Durch diesen Ansatz soll die Benutzung für den Endanwender stark vereinfacht werden.

Engagierte Partner

Vier erfahrene Partner arbeiten aktiv bei EDV mit: Das FZI Forschungszentrum Informatik erhebt die Anforderung von Anwendungsfällen und erstellt das Architekturkonzept. Aus der Industrie engagieren sich die Unternehmen CAS software AG sowie die esentri AG als Projektkoordinator. Die Hochschule Pforzheim zeichnet sich für das Multiplattformkonzept verantwortlich. Mit iPLON, Facility Care AG, BITMi und Wibu-Systems stehen zudem vier Pilotpartner für die Anforderungsanalyse und Erprobung aus Anwendersicht zur Verfügung.

Mehr Informationen unter www.digitalesvergessen.de