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esentri implementiert digitales COVID-Zertifikat der EU für Liechtenstein

Portrait von Sylvan Fux BC Team Digitalisierung, Bild aufgenommen beim Amt für Informatik in Vaduz am 01.06.2021
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FOTO & COPYRIGHT: DANIEL SCHWENDENER

Hintergrund zum Projekt

Mit der Impfung gegen COVID-19 bekommen die Menschen neben einem besseren Schutz auch viele Freiheiten zurück. Um diese über die Ländergrenzen hinweg sicherzustellen, hat die EU-Kommission ihre Mitgliedsstaaten angewiesen, digitale COVID-Zertifikate bereitzustellen. Diese dokumentieren, ob die Bürger*innen geimpft, genesen oder getestet sind und erleichtern somit die Teilnahme am sozialen Leben. Gemeinsam mit der Landesverwaltung des Fürstentums Liechtenstein hat esentri das Projekt zur Umsetzung der Zertifikate in Rekordzeit entwickelt.

Erfolgsversprechende strategische Vorarbeit

Als Pionier für die ganzheitliche digitale Transformation begleitet esentri schon seit über 10 Jahren Hidden Champions und öffentliche Institutionen. esentri ist im Zuge dessen auch ein langjähriger und strategischer Partner für die digitale Transformation der Landesverwaltung des Fürstentums Liechtenstein. Gemeinsam mit dem Amt für Informatik hat ein Expertenteam von nur sechs esentri Berater*innen nun die digitale COVID-Zertifikatslösung für Liechtenstein in lediglich acht Wochen umgesetzt.

Der Weg zum digitalen Champion

Dieser wichtige Schritt für die Bekämpfung des Virus ist das jüngste Resultat der mehrjährigen Zusammenarbeit. Sie verfolgt das Ziel, die Landesverwaltung des Fürstentums Liechtenstein zum digitalen Champion zu machen und Grundlagen für weitere E-Government Initiativen zu schaffen. Diese ermöglichen Bürgern den einfachen Zugang zu Leistungen des Staates. Martin Matt, der Leiter des Amts für Informatik beschreibt die Resultate als: Eine moderne und hoch standardisierte Entwicklungsplattform, die es ermöglicht, Eigenentwicklungen in hoher Durchlaufgeschwindigkeit mit den Benutzern zu prototypen, umzusetzen und sehr schnell zu deployen.” 

Dies sei bereits in mehreren Projekten genutzt worden und für diese, nun entwickelte Lösung, exzellent zum Tragen gekommen. Daher war diese strategische Vorarbeit die Voraussetzung, um das anspruchsvolle Projekt für die digitalen COVID-Zertifikate in kürzester Zeit zu meistern. Der Leiter des Amts für Informatik ist überzeugt: Ohne diese strategische Vorarbeit hätte (man) allein mit dem Setup acht Wochen verbracht”.

Eine Übersicht der Interviews mit zentralen Aussagen kann hier eingesehen werden.

 

Dieses Projekt war in jeglicher Hinsicht ein absoluter Hochleistungstest –

und wir konnten beweisen, dass es funktioniert!“ Martin Matt

Die Schlüssel zur Geschwindigkeit

In enger Zusammenarbeit mit den EU-Behörden wurden die Anforderungen und Spezifikationen aus den EU-Richtlinien erarbeitet. Somit konnte innerhalb kürzester Zeit mit der rein virtuellen Entwicklung des digitalen COVID-Zertifikats begonnen werden. Beispielsweise erfolgte die technische Einbindung der Labore, welche die PCR-Tests der Bevölkerung auswerten, in nur einer Woche. Folgende Faktoren hält Martin Matt, der Leiter des Amts für Informatik, für zentral zur Fertigstellung des Projekts in Rekordzeit:

  • Die strategische Vorarbeit im Sinne der Dev-Ops fähigen Entwicklertoolkette inkl. Container Management
  • Das eingespielte Setup aus erfahrenen Teammitgliedern
  • Die hohe Motivation der Beteiligten
  • Die Zusammensetzung des Teams aus internen und externen Expert*innen
  • Der konsequente Einsatz von Standardprodukten und zentralisierten Bausteinen (IDA, ZPR, Output-Management usw.)

Das digitale COVID-Zertifikat

Das digitale COVID-Zertifikat beinhaltet einen QR-Code mit einer elektronischen Signatur zum Schutz vor Fälschungen. Hierfür wurde das Architektur-Design erarbeitet, die entsprechenden Datenbanken angelegt und die Anwendung agil implementiert. Bei der Entwicklung wurden zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um sicherzustellen, dass das Zertifikat die höchsten Sicherheitsstandards erfüllt. Kurze Feedbackzyklen wurden durch die Arbeit in einwöchigen Sprints erreicht. Daher konnten bereits sehr früh Teilpakete der Anwendung an den Fachbereich zur Prüfung übermittelt werden. Aufgrund der hohen Tragweite und Relevanz begleitete Regierungschef Daniel Risch die Entstehung der Anwendung zeitweise auch persönlich.

Die Bausteine des Erfolgs

Für Sylvan Fux, der Gesamtprojektleiter des digitalen COVID-Zertifikats, waren folgende Aspekte ausschlaggebend für den Projekterfolg:

  • Die offene und zeitnahe Kommunikation
  • Die kurzen Entscheidungswege
  • Die hohe Qualifikation des Projektteams
  • Die hohe Motivation und Flexibilität der Projektteilnehmer*innen

In Summe wurden in nur sechs Wochen zwei Anwendungen entwickelt, die sieben Fremdsysteme durch etwa 30 Schnittstellen miteinander verbinden. Die äußerst ambitionierte Timeline konnte durch den Einsatz aller Beteiligten erfolgreich eingehalten werden, sodass das digitale COVID-Zertifikat am 23. Juni online ging.

Der Rückblick und die Verbreitung

Rückblickend ist Martin Matt sehr stolz auf das gesamte Team und auch Sylvan Fux, der Gesamtprojektleiter des digitalen COVID-Zertifikats hebt hervor, dass jede*r Beteiligte einen großen Dienst für die Bürger*innen von Liechtenstein erfüllt hat und dieser Erfolg eine absolute Teamleistung ist. Stand August 2021 wurden bereits 30.000 Zertifikate für etwa 50% der Gesamtbevölkerung erstellt und ein entsprechender Beitrag zur Reiseerleichterung innerhalb der EU geschaffen.