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Der Diamantschliff für Nachhaltigkeit

Wald mit einer Brücke

Der Diamantschliff für Nachhaltigkeit

Wo kommt mein Essen her? Wie kann ich meinen Plastik- und Stromverbrauch weiter reduzieren? Brauche ich mein Auto wirklich? Welche soziale Institutionen kann ich unterstützen? Das sind ein Bruchteil der Fragen, die mich, meine Verwandten und Freunde beim Thema Nachhaltigkeit oft beschäftigen.

Wieso eigentlich? Wir hören immer wieder, wie ernst die Umweltprobleme sind und wie unsere Natur leidet. Wie ernst sind die Probleme wirklich? Eine der wichtigsten Quellen über die Ernsthaftigkeit der Umweltprobleme ist der vom Weltklimarat veröffentlichte Sonderbericht 1,5 °C globale Erwärmung, der 2018 von 91 Autoren aus 40 Ländern erfasst wurde (Quelle). Dieser Bericht enthält über 6000 wissenschaftliche Referenzen. Das Fazit ist simpel: Wir müssen die globale Erwärmung bis 2030 auf 1,5 °C reduzieren oder wir werden mit fatalen Konsequenzen konfrontiert.

4 °C, 2 °C, 1,5 °C… aber was sind die Auswirkungen?

Die Organisation “Climate Central” hat schon 2015 einen Bericht mit einer Prognose über die Konsequenzen erstellt. Wenn die CO2-Ausstöße unverändert bleiben und eine globale Erwärmung von 4 °C verursachen, wird sich der Wasserspiegel so erhöhen, dass das Zuhause von 470 bis 760 Millionen Menschen unter Wasser verschwinden wird. Sogar bei einer Reduktion der globalen Erwärmung auf 2 °C werden laut des Berichts 130 Millionen betroffen. Das sind drastische Zahlen. Für diejenigen, die lieber eine Visualisierung bevorzugen, empfehle ich die über Google Maps gerenderten Videos anzusehen, die die Zukunft der größten Städten der Welt darstellen. So kann beispielsweise Hamburg in der Zukunft aussehen, wenn wir jetzt nicht handeln. Und all das wäre nur die Spitze eines riesigen Eisbergs.

Hamburg Wasserspiegel

Wer ist für die Verbesserung der Nachhaltigkeit verantwortlich?

Wie erwähnt beschäftige ich mich privat viel mit Nachhaltigkeit. Oft finde ich mich in Tagträumen über Projektideen, mit denen ich als Informatiker die Nachhaltigkeit in unserer Welt erhöhen könnte. Aber wer ist eigentlich für die Verbesserung der Nachhaltigkeit verantwortlich? Sind das die Politiker? Sind das industrielle Unternehmen? Sind das Umweltaktivisten? Ist das überhaupt meine Aufgabe? Ich meine ja! Wir Menschen sind alle verantwortlich. Gleichwohl haben wir alle einen anderen Hebel, größere Änderungen zu bewirken. Bill Gates, eine lokale Umweltstiftung und ich haben natürlich sowohl wirtschaftlich als auch netzwerktechnisch andere Reichweiten.

Die Überlegungen haben mich zum nächsten Impuls geführt: Ich habe viele motivierte Kolleg*innen und einen Arbeitgeber, der eine Magnetwirkung besitzt. Wir sprechen von einer Magnetwirkung, weil wir durch unsere Kultur und unsere Taten gleichgesinnte Menschen anziehen. Wieso tue ich mich nicht mit weiteren esentris zusammen, um zu überlegen, was wir als Unternehmen bewirken können?

Der Anfang einer neuen Kollegengruppe “Nachhaltigkeit”

Im November 2020 sammelten sich ca. 50 esentris in einer Video-Konferenz für unser 6. duesentrieb Camp des Jahres. Es gab viele Ideen für Diskussionen und Vorträge. Viele davon waren technischer Natur. Meine Diskussionsrunde war etwas aus der Reihe: eine Brainstorming Session, um Gedanken um den Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Unternehmen zu machen.

Sieben Kolleg*innen nahmen teil. Wir haben in ca. 40 Minuten viele Ideen gesammelt und Themen wie CO2, Energie, Essverhalten und Kundenprojekte adressiert. Wir hatten bei esentri schon immer Initiativen für Nachhaltigkeit. Die Ideensammlung zeigte allerdings: Da geht noch mehr!

Miro-Board zur Brainstorming-Session: Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Unternehmen

Eine aus der Diskussion entstandene Idee war organisatorische Natur. “Lasst uns doch eine Kollegengruppe gründen, um für einen koordinierten und gezielten Ablauf zu sorgen.”

Nach der Ankündigung unseres Vorhabens in Yammer meldeten sich in kürzester Zeit 20 Kolleg*innen, um in der Kollegengruppe mitzumachen. Das war für uns ein Rekordbeteiligung unter allen Kollegengruppen, die bisher in esentri gegründet wurden!

Fast-Forward: Juli 2021

In den sieben Monaten nach der ersten Brainstorming Session ist viel passiert.

Wir haben uns intensiv mit der Nachhaltigkeit beschäftigt und für uns definiert, wie die Dimensionen der Nachhaltigkeit bei esentri aussehen.

Nachhaltigkeit enthält nicht nur die ökologischen Aspekte. Wir haben einen großartigen Nachhaltigkeitsbericht nach dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) erstellt, der nicht nur die ökologischen Aspekte der Nachhaltigkeit, sondern auch die gesellschaftlichen und ökonomischen Aspekte beleuchtet.

esentri ist klima positiv geworden!

Wir kennen nun den Ist-Stand unserer CO2-Bilanz und haben bereits Maßnahmen für die Reduktion der CO2-Ausstöße eingeplant.

Wir haben weitere Ziele definiert und legen jetzt richtig los.

Der Nachhaltigkeitsbericht und die Zertifizierung als klimapositives Unternehmen sind für uns nur der Anfang. In nur sieben Monaten haben wir viel geschafft. Aber wir haben noch viel vor uns!

Call-to-Action für mehr Nachhaltigkeit

Falls Dir auch Nachhaltigkeit wichtig ist und Du dir überlegst, was Du für mehr Nachhaltigkeit tun kannst, hier ist meine Bitte: Bringe diese Impulse in Dein Unternehmen rein. Gemeinsam sind wir stärker.  Die Magnetwirkung einer größeren Gemeinschaft wird zu einer größeren Vorbildfunktion führen. Das Netzwerk eines Unternehmens wird die Reichweite unseres Engagements erhöhen.

Ich möchte in einem folgenden Blog-Artikel etwas detaillierter beschreiben, was ist in den sieben Monaten passiert ist, um die Anfangshürde für gleichgesinnte zu reduzieren. Falls Du dich in der Zwischenzeit für unsere Aktivitäten im Bereich Nachhaltigkeit interessiert, melde Dich gerne bei uns.