esentri inside

Corona connected zum gemeinsamen Coden

Corona connected zum gemeinsamen Coden

Das Thema Corona ist omnipräsent. Es gibt kaum eine Chance, sich dem zu entziehen. Obwohl wir zu den Glücklichen gehören, die im Homeoffice fast normal weiterarbeiten können, fehlt etwas im Arbeitsalltag: unsere Kollegen. Genau deshalb haben wir auf unserem ersten völlig remote abgehaltenen duesentrieb Camp das Thema „Corona und Chancen“ diskutiert.

Und dann war die Idee da: wir sind Spezialisten im Bereich Digitalisierung und
Softwareentwicklung und gerade jetzt werden Schwachstellen in puncto
Digitalisierung im Gesundheitswesen schmerzlich spürbar. Wer also, wenn nicht wir, könnte versuchen hier eine Lösung zu finden? Klar – andere versuchen das auch, es gibt einige große Hackathons, dennoch finden sich einige Kollegen in ihrer Freizeit zusammen und nehmen die Herausforderung an.

In Echtzeit gegen das Virus

Die Verzögerung bei der Meldung der Corona-Testergebnisse erschwert die Prognose und das Treffen der richtigen Maßnahmen im Umgang mit COVID-19. Hierzu wollen wir eine Lösung bieten, bei der die Daten von Ärzten und Laboren erfasst werden, um dann an die entsprechenden Stellen wie Gesundheitsämter und Robert-Koch-Institut weitergeleitet werden zu können.

Konkret ist unsere Vorstellung, dass Ärzte ihre Patienten mit der jeweiligen Probe erfassen, die Daten anonymisiert an das Labor gegeben und dort dann die Ergebnisse eingetragen werden können. Dies birgt den großen Vorteil, dass ab diesem Zeitpunkt alle Daten zu Neuinfektionen für alle Ämter bereitstehen. Damit wäre die Übermittlung der Laborergebnisse, der daraus resultierenden Neuinfektionen und auch der Genesenen, in Echtzeit, an das RKI möglich.

 

Technisch greifen wir auf folgenden Technologie Stack zurück:

• Amazon Web Services
• Angular 9
• Spring Boot / Java 11
• MongoDB
• ElasticSearch

Die Krise auch als Chance begreifen

Unsere Motivation für den „Digital Infection Tracker“ ist denkbar einfach: wir wollen neue Technologien an einem realen Use Case mit realen Problemen und wirklichen „Edge Cases“ ausprobieren. Wir wollen ohne den Zeitdruck eines realen Projekts unsere bekannten Technologien noch besser verstehen, um auch hier dazuzulernen und beispielsweise unsere Codequalität zu steigern und neue Konzepte zu testen. All das ist ein Mehrwert, den wir im Projektalltag anwenden können.

Und letzten Endes wollen Informatiker meist eines: „einfach mal in Ruhe hacken“ und wenn das im Austausch mit Gleichgesinnten stattfindet, macht es noch mehr Spaß. Wir haben hier also einen Weg für uns gefunden, den Kontakt zu unseren Kollegen noch weiter zu intensivieren, die Chance zur Weiterentwicklung zu nutzen und dabei noch Mehrwert zu schaffen – trotz und auch gerade wegen Corona.