Software Engineering

Oracle BPM Suite 12c Installation & Konfiguration

Mit dem Release der BPM Suite und SOA Suite 12c liefert Oracle eine sogenannte Quickstart-Installation zum schnellen Hochziehen einer Entwicklungsumgebung ohne großen Konfigurations- und Installationsaufwand. Diese Quickstart-Installation beinhaltet neben dem JDeveloper 12c und dem jeweiligen Feature-Set (BPM/SOA) auch noch einen integrierten WebLogic Server mit angeschlossener JavaDB (Apache Derby). Im Folgenden wird nun auf eine Installation der BPM Suite 12c eingegangen, die einzelnen Schritte sind jedoch analog auf die Installation einer SOA Suite 12c übertragbar.

Die Quickstart-Installation der Oracle BPM Suite 12c v12.1.3.0.0 besteht aus einem ca. 3,4GB großen ZIP-File, welches zwei jar-Dateien beinhaltet und von der Oracle-Downloadseite bezogen werden kann. Um die Installation starten zu können, wird eine JDK 7 Installation (JDK 7.0 Update 55 oder neuer) mit entsprechend konfiguriertem JAVA_HOME-Verzeichnis vorausgesetzt.

Installation

Eine Installation der BPM Suite 12c kann sowohl unter Linux als auch unter Windows erfolgen. Eine Installation auf Mac OS X ist zurzeit aufgrund diverser Probleme (siehe dazu: Mac OSX Problems) nicht zu empfehlen.

Die Installation wird über folgende Kommandozeilenoperation (unter Windows muss die Eingabeaufforderung als Administrator geöffnet werden) gestartet:

Zuerst werden die Installationsdateien entpackt, im Anschluss daran öffnet sich der Begrüßungsbildschirm des Oracle Universal Installers, welcher einen durch den Installationsprozess führt. Als einzige Einstellungsmöglichkeit wird nach dem Installationspfad für das Oracle-Home-Verzeichnis gefragt. Die folgende Galerie zeigt die Installation Schritt für Schritt:

Nach erfolgreichem Abschluss der Installation wird der JDeveloper 12c, bei der BPM Suite Oracle Business Process Management Studio genannt, gestartet. Falls vorherige Installationen des JDevelopers erkannt werden, können diese Einstellungen in die aktuelle Installation importiert werden.

Konfiguration

Nach der Installation braucht es noch einige wenige Handgriffe, damit das Entwickeln und lokale Testen losgehen kann. Generell ist es empfehlenswert in den allgemeinen Einstellungen des JDevelopers (Preferences > Environment) das Encoding der Entwicklungsumgebung, sofern noch nicht geschehen, auf UTF-8 umzustellen.

Integrated WebLogic Server Domain

Um den integrierten WebLogic Server ausführen zu können, muss zuerst dessen Default Domain erstellt und konfiguriert werden.

Dazu wählt man unter dem Menüpunkt Run > Start Server Instance und legt im nachfolgenden Dialog Create Default Domain den Benutzernamen und das Passwort des Administrations-Users (z.B. weblogic/weblogic1) fest. Das Passwort muss dabei aus mindestens acht Zeichen bestehen und ein nicht-alphabetisches Zeichen beinhalten. Zudem können dort noch die Ports, auf denen der Server nach eingehenden Anfragen lauscht, konfiguriert werden.

ExtendingIntegratedWebLogicServerDomain

Erzeugen der WebLogic Default Domain

Nach Bestätigen des Dialogs, beginnt der WebLogic Server die Domain zu erzeugen. Dieser Prozess kann einige Minuten in Anspruch nehmen und der Fortschritt kann in der LOG-Ausgabe des JDevelopers verfolgt werden. Die folgenden Zeilen markieren das erfolgreiche Erstellen der Domain:

Nachdem die Domain erzeugt wurde, wird eine Instanz des Derby Servers gestartet und der Enterprise Manager und die WebLogic Console können über die üblichen Links erreicht werden. Des Weiteren ist jetzt auch der mit 12c neugestaltete BPM Composer erreichbar, mit dem sich aus dem Browser heraus BA- und BPM-Projekte erstellen, überwachen und administrieren lassen.

Damit ist die Konfiguration abgeschlossen und die Entwicklungsumgebung eingerichtet.