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Kanban - Hype oder Lösung?

Am letzten Tag der diesjährigen DOAG 2011 Konferenz + Ausstellung beschäftigen wir uns am Donnerstag, 17. November 2011 um 14.00 Uhr mit dem spannenden Thema Kanban in der IT. Den strategischen Vortrag “Hype oder Lösung? Kanban als Methode für erfolgreiche IT-Projekte” können Sie im Raum Budapest besuchen!

Seit Jahren wächst die Fangemeinde agiler Vorgehensweisen in Projekten. Kanban ist eine in der Automobilindustrie schon lange bekannte Methodik und findet immer mehr Anhänger auch in der IT. Ohne invasiven Eingriff in die Organisationsstruktur unterstützt Kanban Projektteams und Auftraggeber  dabei, ihre Arbeitsabläufe zu visualisieren, verlässliche Partnerschaften aufzubauen und mit dem Ziel der ständigen Verbesserung (Kaizen) zusammenzuarbeiten.

Kanban Board

Beispiel für ein Kanban Board

Im Zentrum steht dabei das Kanban Board, das den aktuellen Flow (gemeint ist in unserem Fall der IT-Softwareentwicklungsprozess) für alle Projektmitgliedervisualisiert und somit Entscheidungen für Beteiligten alle transparenter macht.

Der Vortrag zeigt außerdem, welche Gemeinsamkeiten Kanban und die beliebte Scrum Methodik haben sowie Möglichkeiten die beiden Themen miteinander zu verbinden. Dabei werden im Vortrag keine falschen Versprechungen wiederholt, sondern auch die Fallstricke von Kanban beleuchtet und darüber informiert, was Kanban nicht leisten kann.

Kurz: als Teilnehmer bekommen Sie einen schnellen Einblick, was Kanban für Ihre Projekte leisten kann und was es in der Praxis zu beachten gilt.

Kommen Sie vorbei und werden Sie Teil dieser Experten-Runde

Neben einem interessanten Vortrag freuen wir uns vor allem auch auf einen spannenden Erfahrungsaustausch mit Ihnen. Wir bei esentri setzen auf GPM/IPMA zertifizierte Projektleiter, die ständig auf der Suche sind, wie man mit agilen Methoden und neuen Konzepten (wie z.B. Social Project Management) IT-Projekte erfolgreicher durchführen kann. Der Vortrag zum Thema Kanban wird auch interaktive Elemente enthalten und wir freuen uns schon jetzt über eine spannende Diskussion zum Ende der DOAG Konferenz.

Robert Szilinski

Social CRM und Enterprise 2.0 meets Geschäftsprozesse 1.0 - Alles Social oder was?

Der Trend zum Enterprise 2.0 und einer aktiven Kommunikation mit den Kunden im Social Web ist bei Unternehmen kaum noch zu stoppen. Vor allem die Twitter Streams zu Social CRM, E 2.0 und Enterprise Collaboration gewinnen jeden Tag an Traffic und interessanten Inhalten. Aber gibt es nicht einen großen “Bremser” in diesem Spiel? Geschäftsprozesse die nicht mehr mithalten können?

Die Hauptparadigmen des Social Customer Managements und Social Media Marketing

Jeder der sogenannten "Digital Natives", die sich gerne mit Ihresgleichen in den virtuellen Welten von Facebook, Google+ und Twitter austauschen  sind von den Service-Angeboten, die so mancher großer Konzern über soziale Medien anbietet, rundum begeistert. Ohne an dieser Stelle näher auf Angebote wie "Telekom hilft" oder die Twitter Hotline der Deutschen Bahn eingehen zu wollen, ein ausführlicher Bericht über diese Angebote folgt nächste Woche, so scheint doch eines klar: Auch Unternehmen, die eigentlich bei den Kunden in Sachen Service keinen Ruf mehr zu verlieren haben, schaffen es in der Welt sozialer Netzwerke wieder an Glaubwürdigkeit zu gewinnen. Ja, ich gehe sogar soweit und behaupte, dass diese Angebote für manches Unternehmen eine komplette Kehrtwende in Sachen Kundenorientierung bedeuten kann. Und immer steckt im Backend auch der Social CRM Ansatz, der diese Dienste langfristig erst möglich macht. Also alles schön in der virtuellen Welt? Alle Bausteine fügen sich zusammen und durch moderne IT und die neue "soziale Ader" der Unternehmen unterstützen die neuen Social Applications die schöne neue Servicewelt?

Prozesse in Excel? Lange vorbei oder aktueller denn je?

Wie wir auch in einem unserer vorangegangenen Blog Artikeln berichtet haben, steckt der Teufel in heutigen Unternehmen in einem ganz anderen Detail: Die IT-Prozesse können mit dem schnellen Wandel von Unternehmen nicht mehr schritt halten. Kaum zu glauben, aber in der Studie wird davon ausgegangen, dass in Zukunft fast 80% aller Geschäftsprozesse in Excel oder Access abgebildet werden. Die IT-Abteilungen können mit den Anforderungen der Fachbereiche nicht mehr mithalten und da man Lösungen braucht, schafft man sich eben seine eigenen "Krücken", mit denen die Anforderungen zwar mehr schlecht als recht, aber immerhin irgendwie abzubilden sind. Ich persönlich sehe die Gründe neben den immer höheren Anforderungen in Bezug auf Anpassbarkeit und Wandelbarkeit auch in dem Wechsel von dem klassisch hierarchischen Unternehmen hin zu offenen Enterprise 2.0 Strukturen. Entscheidungen werden oft schneller gefällt und auf eine breite Basis verteilt. Natürlich ist dieser Grundgedanke generell nur zu Unterstützen, aber die IT und durchgängige Geschäftsprozesse geraten dabei unter die Räder.

Der Teufelskreis des "we need to get faster an more social"

Jetzt fragt man sich, was diese Probleme mit den Social Media- und Social CRM-Angeboten im Serviceumfeld zu tun haben. Die Antwort ist ganz einfach: Was im Kleinen funktioniert, wird bei steigendem Volumen im Chaos enden. Können Konzerne und auch kleinere Firmen ihren "Social Media Service" momentan noch als die Lösung aller Probleme darstellen, zieht dies auch ein größeres Volumen an Supportfällen nach sich, welche über Twitter und Co. auf die Mitarbeiter einprasseln. Doch die notwendigen Prozesse um diese Daten auch sinnvoll verarbeiten zu können, fehlen in den meisten Fällen noch. Irgendwann ist die Excel Tabelle ausgereizt! Ich will an dieser Stelle natürlich nicht behaupten, dass Konzerne wie die Deutsche Bahn ihren Twitter Service mit Excel Tabellen aufrecht erhalten. Aber auf den Zug des Supports in sozialen Netzwerken versuchen viele Firmen aufzuspringen und nicht jeder hat die nötigen Prozesse, um solche Services wirklich nachhaltig und mit vertretbarem Aufwand betreiben zu können. Und genau hier schließt sich der (Teufels-)kreis!

SOA als der Ausweg aus dem Dilemma?

Service orientierten Architekturen sind beileibe keine neue Erfindung aus der Enterprise 2.0 Ära, aber bieten nicht gerade die Philosophien hinter SOA genau den richtigen Ansatz um dezentrale und kooperative Entscheidungen in durchgängige Geschäftsprozesse umzuwandeln? Eigentlich doch genau der richtige Weg, mit dem man aus vielen Services schnell und individuell die richtigen Prozesse modellieren kann. Eigentlich sollte doch genau hier die Chance liegen, um die IT Abteilungen enger mit den Fachbereichen zu verzahnen und dadurch auch in Zeiten von Web und Enterprise 2.0 die "Access-Manie" wieder in geregelte Bahnen zu lenken. Leider ist die Theorie hier wieder mal schöner als die Umsetzung in der Praxis. Denn SOA Projekte sind komplex, die strategische Vorarbeit und Konzeption allein schon für sich ein Großprojekt und die vollumfängliche Umsetzung ein Prozess über Jahre. Ein entscheidender Grund, warum viele SOA-Projekte letztendlich nur auf dem Papier entstehen und nie den Einzug in die reale Unternehmenswelt finden.

Auch der Traum von Fachbereichen, die sich mittels Drag and Drop ihre eigenen Geschäftsprozesse aus Services entwickeln und somit auf jede Anforderung schnell reagieren können, ist nicht wirklich realisierbar.

Und nun? Doch wieder alles Excel oder was?

Gerade die aktuelle Entwicklung hin zu Social Media und Social Enterprise in Unternehmen bietet eine gute Gelegenheit, mittels SOA und Business Process Management die Prozesse wieder in geregelte Bahnen zu lenken. Ich sehe es als große Chance in den heute sowieso recht isolierten Social Media Bereichen von Unternehmen anzufangen, nachhaltige SOA und BPM Strategien im Unternehmen salonfähig zu machen. Zu verlieren haben die Firmen wenig, denn jede Lösung ist am Ende besser, als sich mit Tweetdeck oder einem abgekapselten Social Media Analytics Tool herumzuschlagen um den Ansturm in die Social Media und Web 2.0 Kanäle gewachsen zu sein. Was sich in dieser Welt, auch mit der Integration von Social CRM Systemen bewährt, kann später  an anderer Stelle ausgebaut werden.

Natürlich sind hier keine schnellen Wunder zu erwarten, aber wenn Unternehmen wie die Telekom es schaffen wieder einen guten Ruf beim Kunden zu bekommen, wird wohl kaum ein CIO dagegen sein, diese Chance auch in geregelte Prozesse münden zu lassen. Wir leben in einer spannenden Zeit in der Cloud-Produkte die klassischen ERP und CRM Systeme immer mehr verdrängen. Erst heute verkündet Sales Force in einer Mitteilung den Angriff auf klassische Unternehmensbereiche wie Manufacturing und Finance. Aber wie auch immer diese Schlacht ausgehen mag, auch wenn alle Unternehmensapplikationen zukünftig in der Cloud zu finden sind, die erfolgsentscheidenden Prozesse werden nie "out-of the box" zu liefern sein.

Michael Krebs

Social Media in der Enterprise 2.0 - Wie genau gelingt der Einstieg ins Enterprise Social Networking mit Oracle - Teil 1

Die E-Mail verliert in der Business Kommunikation weiter an Bedeutung! Diese Aussage ließt man fast täglich wenn es um Themen wie Enterprise Social Networking, Enterprise 2.0 oder auch um Social Media in Kombination mit Oracle Produkten geht. Doch was sind eigentlich die Probleme der guten alten E-Mail und wie sehen neue Konzepte aus, um zielgerichteter und zeitsparender zu kommunizieren? Diese beiden Fragestellungen wollen wir in unsere zweiteiligen Serie näher beleuchten und mit Tipps aus der Praxis aufzeigen, wie ein Unternehmen die erste Schritte hin zu einem Enterprise Social Network gestalten kann.

Garnter kam in einer Studie im November 2010 bereits zu dem Ergebnis, dass Social Networking Services den Email Verkehr innerhalb der Kommunikation der Unternehmen bis 2014 um 20% sinken lassen. Doch wo genau liegt das Problem innerhalb der E-Mail Kommunikation? Ein Auszug aus der Studie ist hierbei elementar: Monica Basso hebt in der Studie heraus, dass in der Vergangenheit die Kollaboration innerhalb von Unternehmen nur durch E-Mail und hoch strukturierte Anwendungen stattgefunden hat. Heute aber prägen neue Arten der Zusammenarbeit unsere private Welt und werden auch in die Unternehmenskultur übernommen. Dabei liegt es nicht an den technischen Vorraussetzungen, an denen eine Einführung von sozialen Kommunikationsmitteln im Unternehmen scheitert, sondern  an der Verfügbarkeit und der Akzeptanz in allen Unternehmensebenen. Es geht also mehr um einen kulturellen Wandel, die Technik ist nur ein "Enabler" für diese kulturellen Wandel einer Enterprise 2.0.

Warum eigentlich ein Enterprise Social Network?

Immer wieder werden wir aber auch gefragt, was eigentlich unproduktiv und schlecht wäre an der E-Mail und warum wir neue Wege zur Kommunikation brauchen. Dazu möchte ich einfach ein paar Fragen in den Raum stellen, die wir im zweiten Teil unser Serie mit Lösungsbeispielen aus der Praxis kommentieren und beantworten werden:

  • Wie viel Zeit verwenden Sie pro Tag mit der Abarbeitung von E-Mails, die eigentlich gar nicht direkt durch Sie bearbeitet werden müssten oder die in keinem direkten Kontext zu einer bestimmten Aufgabe stehen, die Sie zu bearbeiten haben?
  • Wie lange brauchen Sie, um den gesamten Kontext und alle Informationen aufzurufen, die Sie zur Bearbeitung oder zum Verständnis einer zielgerichteten Mail benötigen?
  • Wie oft bekommen Sie Mails, deren Inhalt mit einer kurzen Nachricht im Twitter Stil oder einer Instant Message schneller zu bearbeiten wäre?
  • Wie oft behalten Sie eine Information für sich, weil Ihnen der Aufwand, eine formelle E-Mail zu schreiben zu groß ist?
  • Wie viel Zeit benötigen Sie, um alle E-Mails zu einer speziellen Problemstellung zu finden, um sich einen Gesamtüberblick verschaffen zu können?
  • Wie oft sind Sie wirklich in der Lage, Ihren Posteingang bei neuen Mails zu ignorieren und sich weiterhin auf Ihre Aufgaben zu konzentrieren?
  • Wie oft müssen Sie neue Verteiler anlegen oder manuell Verteilerlisten erstellen, damit Sie alle Empfänger erreiche

Wie wir in unseren täglichen Kundengesprächen feststellen, bringen genau diese Fragestellungen viele Mitarbeiter zum Nachdenken. Allerdings gibt es in den wenigsten Fällen echte Alternativen, um den "Zeit- und Aufmerksamkeitsfresser" E-Mail sinnvoll zu ersetzen. Genau an dieser Stelle fängt der Kulturwechsel zur Enterprise 2.0 an.

Social Media im privaten Umfeld und die Übertragung auf Enterprise Social Networks

Zum Einstieg wieder ein paar Fragen, die uns einen Schiritt weiter bringen im Sinne des Wandels, welcher in den meisten Unternehmen noch am Anfang steht:

  • Wenn Sie privat soziale Netzwerke nutzen, wie viele der dort zur Verfügung gestellten Informationen hätten Sie auch per E-Mail bekommen?
  • Hätten Sie eine Nachricht bei Twitter auch als Email-Verteiler an alle Ihre Bekannten und Freunde versendet?
  • Halten Sie bei einer Nachricht auf Facebook oder Google+ formale Vorgaben ein?
  • Wie oft hätten Sie einen alten Bekannten oder Freund, mit dem Sie vor kurzem auf Facebook Kontakt hatten, angerufen oder eine E-Mail geschrieben?

Kombinieren wir alle in gestellten Fragen und Ihre persönlichen Antworten kommen wir meistens zu einem einheitlichen Ergebnis:  Unser privates Verhalten in Social Networks ist im Unternehmen noch nicht angekommen! Doch wie kann der Weg und die Migration hin zum Enterprise 2.0 sinnvoll gestalten werden?

Enterprise 2.0 wird man nicht von heute auf morgen - Enterprise Social Networks schrittweise einführen

Eine Umstellung und Transformation kann nicht immer eine 180-Grad Wende der Unternehmenskommunikation bedeuten und auch der finanzielle und technische Aufwand lässt sich in mehrere Stufen sinnvoll verteilen. Als Oracle Partner kennen wir professionelle Lösungen und sind Fans von Oracles WebCenter und den zugehörigen Social-Komponenten wie Oracle On Track. Im ersten Schritt kann zu allererst die Grundlage moderner IT- Strukturen durch den Einsatz einer Oracle Datenbank und dem Application Server Weblogic geschaffen werden.

socialpm_pf

Im Frontend setzt man  zunächst auf schlanke Lösungen wie z.B. Social PM von esentri. Durch ein einfaches und intuitives Frontend erleichtert Social PM es, den kulturellen Wandel im Unternehmen voranzutreiben. Zu einem späteren Zeitpunk kann dann der Kreis geschlossen werden und man kombiniert die Lösungen mit Portalen wie Oracle WebCenter und schafft somit ein vollumfängliches Enterprise 2.0, welches den Content intern wie auch extern in modernen Portalen zur Verfügung stellt und das Content Management automatisiert und stark vereinfacht.

Corporate Social Networks - Tipps und Tricks aus dem Projektalltag

Wie unsere Lösungen im Einzelnen aussehen und was unsere Tipps zur Einleitung des kulturellen Wandels hin zum Corporate Social Network sind, erfahren Sie in wenigen Tagen im zweiten Teil unserer Serie.

Michael Krebs

Oracle und esentri: Your easy entry to enterprise social networking - Die Herausforderungen des Enterprise 2.0

Enterprise 2.0, Social Media und Enterprise Social Networks sind nicht nur bei Oracle aktuell in aller Munde, doch was genau verbirgt sich hinter diesen Schlagworten und wie sehen praktische Lösungen im Unternehmen aus?

1.) Kommunikation heute und die Kommunikation im Enterprise 2.0

Erst vor kurzem durfte die E-Mail ihren vierzigsten Geburtstag feiern. Doch auch wenn der endgültige Durchbruch der E-Mail erst vor 15 Jahren begonnen hat, ist sie  immer noch das Medium Nummer 1 zur elektronischen Kommunikation und hat andere elektronische Technologien wie das gute alte Fax aber auch den normalen Brief zu großen Teilen abgelöst. Doch wie effektiv ist die Email wirklich und vor allem wie muss sinnvolle Unternehmenskommunkation im Zeitalter sozialer Medien aussehen?  Sicher wird die E-Mail immer ein Teil der Gesamtkommunikation bleiben, doch nicht umsonst gibt es heute bereits Unternehmen, die überlegen E-Mails in der internen Kommunikation zu verbieten, da es zum einen oftmals mit einem einfachen Anruf getan ist, andererseits der überquellende E-Mail Eingang auch als der "Zeiträuber" schlechthin identifiziert wurde. Hinzu kommen noch externe soziale Netzwerke, deren Posteingänge sowohl privat als auch teilweise geschäftlich genutzt werden plus diverse Messenger und Chat Tools, Wikis, Blogs und interne Plattformen.Doch die Informationsflut macht Unternehmen, Mitarbeitern und Kunden auch an anderen Stellen zu schaffen. Immer mehr Inhalt will verwaltet, publiziert und geprüft werden. Dabei soll zukünftig der sogenannte "User-Generated-Content", also Kommentare und Artikel, welcher von Mitarbeitern, Kunden und Interessenten erstellt werden, immer mehr in den Vordergrund rücken. Um diese neue und sicher auch spannende Welt der sozialen Unternehmenskommunikation und Interaktion im Griff zu haben, ist es nicht mehr mit einem E-Mail Programm und dem Web-Browser getan. Um nicht in der Flut an Informationen unterzugehen und nur noch "Getriebener" durch die verschiedenen Plattformen zu sein, sind zwei grundsätzliche Problemstellungen zu lösen:

- Wie kann die interne und externe elektronische Kommunikation gebündelt und optimiert werden, damit alle Informationen welche im Rahmen der elektronischer Medien aus verschiedenen Kanälen eingehen und auch ausgehen an einer zentralen Stelle zur Verfügung stehen?

- Welche technische Möglichkeiten gibt es, sowohl Kommunikation als auch Content für das Unternehmen transparent zu machen und vor allem auch in Geschäftsprozesse einfließen zu lassen um internen und externen Content und Kommunikation sinnvoll zu nutzen?

2.) Es geht nicht nur um Technik sondern auch um die generelle Ausrichtung des Unternehmens!

Enterprise 2.0 ist nicht nur eine Frage der eingesetzten Kommunikationsmittel sondern bedingt auch eine neue Grundeinstellung jedes Unternehmens in den Bereichen Kommunikation, Transparenz und Glaubwürdigkeit. Eine klassische Top-Down Strategie einfach in Enterprise 2.0 Konzepte zu übernehmen ist nur wenig zielführend. Nicht selten haben wir es erlebt, dass zwar auf der einen Seite nach außen Offenheit und Transparenz  in sozialen Netzwerken gepredigt wird, im Unternehmen selber aber noch klassische Hierarchien herrschen, in denen strenge Restriktionen zur Kommunikation nach außen und innen herrschen. Dieses Konzept kann in Summe nur fehlschlagen, da heutige Kunden und Benutzer schnell merken, wie offen ein Unternehmen gegenüber den Grundgedanken des Web 2.0 wirklich ist und nur dann zu "Fans" und loyalen Kunden werden, wenn diese elementaren Grundsätze auch im Unternehmen gelebt werden.

Social Media und vor allem Enterprise 2.0 fängt daher weder bei ganzheitlichen Unternehmenskonzepten zum Social Networking noch bei der Auswahl und Implementierung einer modernen IT-Landschaft an, sondern ist zu allererst ein Paradigmenwechsel in der internen Unternehmensstruktur, der sich auch auf die Kommunikation automatisch auswirkt.

3.) Content Management

Ein zentraler Punkt einer "Enterprise 2.0" ist das Management der Inhalte, des sogenannten Contents. Mitarbeiter müssen die Möglichkeit haben, in einem geordneten System mit fest definierten Review-Prozessen, Inhalte zu veröffentlichen und auch bestehende Dokumente jeglicher Art zu finden. Zum Content gehören in unseren Augen neben den unternehmensinternen Dokumenten auch die gesamte elektronische Kommunikation und sämtlicher Content, der öffentlich oder intern in Intranets, Extranets und auf Webseiten und sozialen Medien veröffentlicht wird. Bei der Flut an Informationen gilt es, die Gesamtheit der Inhalten sinnvoll bereitzustellen, diese über Volltextsuche und "tagging" auffindbar zu machen und somit über alle Medien hinweg das gesamte Knowledge des Unternehmens je nach Bereich zur Verfügung stellen zu können. Nur wer die Weichen heute mit modernen Tools, die auch durch den Marktführer Oracle angeboten werden und durch WebCenter und FatWire weiter ausgebaut werden, in die richtige Richtung stellt, hat zukünftig noch die Chance, schnell und universell auf die Ansprüche der Web 2.0 Generation zu reagieren und in Echtzeit intern und extern zu kommunizieren. Die gute alte E-Mail ist für diese Zwecke schon heute ein Auslaufmodell und verliert in Zukunft weiter an Bedeutung.

4.) Vernetzung von internen und externen Content über alle Kanäle hinweg

Die Anzahl der Plattformen, auf denen Unternehmen heute kommunizieren und aktiv Inhalte zur Verfügung stellen, ist bereite umfangreich und wächst stetig weiter. Um  Insellösungen zu verbinden sind ganzheitliche Plattformen nötig, die über den bisherigen Unternehmensapplikationen stehen und alle Abteilungen und Bereiche im Unternehmen miteinander vernetzen. Dabei steht die Kommunikation im Mittelpunkt, ist aber noch lange nicht Alles. Egal an welcher Stelle im Unternehmen, moderne Kommunkationstools wie z.B. On Track von Oracle oder Social PM (www.social-pm.com) müssen sich homogen in die IT-Landschaft des Unternehmens einbinden. Elektronische Kommunikation ist keine isolierte Anwendung sondern muss sich vollständig in Systeme integrieren um die Produktivität zu steigern. Ziel muss es sein, die Ablenkung vom eigentlich abzuwickelnden Kerngeschäft so gering wie möglich zu halten aber trotzdem die Möglichkeit bieten, in Echtzeit auf die wichtigsten Vorgänge reagieren zu können.

Des Weiteren müssen alle Inhalte immer und überall zur Verfügung stehen und dabei sinnvoll miteinander vernetzt sein. Eine Strategie hierzu ist nachhaltig und langfristig zu planen, denn es macht wenig Sinn, sich planlos über soziale Netzwerke hinweg zu präsentieren, wenn die Inhalte nicht mehr kontrollierbar sind und vor allem das Feedback und der User Generated Content keine Beachtung mehr findet. Diese Maßnahmen sind von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Weniger ist mehr, selektive Nutzung der zur Verfügung stehenden Kanäle bei vollständiger Verknüpfung von internen und externen Inhalten der Schlüssel zum Erfolg!

5.) Nutzung aller Daten in Unternehmensprozessen

Daten zu Veröffentlichen, intern wie extern ist der Anfang, doch was kommt danach? Bei steigender Interaktion mit (potentiellen) Kunden, Lieferanten, Interessenten und Mitarbeitern über diverse elektronische Medien inklusive der Social-Media Kanäle müssen definierte Prozesse existieren, die Kommunikationsdaten und User-Generated Content zum einen Analysieren, aber im zweiten Schritt auch in Geschäftsprozessen nutzbar machen. Dies betrifft zum einen natürlich die Markeitgabteilungen, deren Ziel es ist Kunden und Zielgruppen zu analysieren, Beziehungen zwischen Interessenten zu nutzen und dadurch das Web 2.0 als mächtige "Waffe" im Krieg der Marken und Produkte zu nutzen. Doch dies ist erst der Anfang. Auch alle anderen Abteilungen kommunizieren mit Kunden, Mitarbeitern oder Lieferanten, auch hier muss zukünftig eine vom Komunikationskanal unabhängige Prozesskette geschaffen werden. Ziel wird es sein im Enterprise 2.0 den Geschäftsprozess und die wirkliche Business-Apllikation in den Mittelpunkt zu stellen. Die Inhalte und Kommunikationsabläufe rücken in den Hintergrund und müssen von den Benutzern nicht mehr differenziert werden. Egal aus welchen Quellen potentielle Anfragen kommen oder Prozesse automatisiert gestartet werden, die Informationen landen automatisch an der richtigen Stelle oder sind schnell und einfach in einer zentralen Portalapplikation auffindbar. Erst dann können wir von "echtem" Enterprise Social Networking sprechen und schaffen es, im Unternehmen sinnvolle Inhalte und zielführende Kommunikation zu implementieren.

6.) Fazit

Enterprise 2.0 und Enterprise Social Networking besteht aus einer Kombination einer neuen Unternehmenskultur, der Kanalisierung der elektronischen Kommunikation und der Zentralisierung von internen und externen Inhalten. Erster und elementarer Schritt nach dem sanften Wandel der Kultur im Unternehmen ist es, eine IT-Struktur zu schaffen, die die wachsende Anzahl an Kommunikationsmitteln bündelt und zentral bereitstellt. Ein Beispiel sind Oracle-Produkte wie On Track und Plattformen wie Social PM (www.social-pm.com), die diese ganzheitlichen Ansätze in den Fokus stellen.

Ergänzt wird das ganze um ein sinnvolles Content Management und eine Integration aller Medien und der zugehörigen Inhalte in bestehende Geschäftsprozesse.

In einem unserer noch folgenden Blog-Artikel werden wir noch näher auf die Herausforderungen der Enterprise 2.0 eingehen und Strategien und zugehörige Applikationen vorstellen, die unsere Anforderungen bereits heute erfüllen und einen erfolgreichen Wandel zum "echten" Enterprise 2.0 ermöglichen. Stay tuend!

Michael Krebs
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