Mobilität muss einfach sein. Dafür müssen die bereits verfügbaren Angebote alltagstauglicher und besser miteinander kombiniert werden. Auch der Zugriff auf die E-Flotten von Carsharing-Unternehmen soll leichter werden. Das Projekt BiE (Bewertung integrierter Elektromobilität) hat daher unter anderem zum Ziel eine praxistaugliche E-Mobilitätsassistenz zu entwickeln. Letzten Monat trafen sich die Projektpartner sowie Vertreter der Fördermittelgeber in Ettlingen für ein Konsortialtreffen.

E-Mobilität besser in den Alltag integrieren

Das Projekt BiE wird im Rahmen im Spitzenclusters „Elektromobilität Süd-West“ mit 2,1 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Im Mittelpunkt des BiE-Projekts steht eine Software, die das Carsharing bei einem effektiveren E-Flotten-Management unterstützen soll. Dafür werden Prognose- und Simulationsmodelle eingesetzt, die eine verbesserte Planung der Reichweiten einzelner Fahrzeuge sowie gesamter Flotten ermöglichen. Zudem soll diese Software dabei helfen, Carsharing- und ÖPNV-Anbieter besser miteinander zu verbinden. Auch für die verschiedenen Nutzergruppen soll ein Mehrwert entstehen: mit Hilfe einer innovativen App werden Kunden alle relevanten Informationen wie z. B. Verbindungsmöglichkeiten, Buchungs- und Zahlungsmodalitäten, Reichweite oder auch Ladestationen, zur Verfügung gestellt. Durch dieses Zusammenspiel soll eine hohe Servicequalität und eine nahtlose Alltagsintegration ermöglicht werden. Neue Angebote und Potenziale für Fahrzeugflotten werden in den Regionen Stuttgart, Rhein-Neckar und Karlsruhe untersucht.

BiE_Projekt

Elf Partner aus verschiedenen Branchen arbeiten mit: Das FZI Forschungszentrum Informatik und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit den Instituten für Verkehrswesen (IfV) und Produktentwicklung (IPEK) bringen neueste wissenschaftliche Aspekte ein. Aus der Industrie engagieren sich die Firmen Bosch, cantamen GmbH, RA Consulting GmbH, Raumobil GmbH und TWT GmbH Science & Innovation und esentri. Mit Stadtmobil Karlsruhe und Stadtmobil Rhein-Neckar stehen zwei große Carsharing Betreiber aus der Region als Pilotpartner für die technische Erprobung zur Verfügung.

Konsortialtreffen zum aktuellen Projektstand

Vor einigen Tagen fand bei bei uns zum Abschluss eines zentralen Meilensteins eine Präsentation vor allen Projektpartnern und Vertretern des Fördermittelgebers statt. Es wurden sowohl der inhaltliche Fortschritt der vier großen Arbeitspakete vorgestellt, als auch per Live-Demo die zugehörigen Implementierungen der Teilergebnisse vorgeführt. Wir zeigten die im Rahmen des Projekts entwickelte Assistenz-App mit Showcases zur Integration von weiteren Domänen in die Mobilitätsdomäne. Konkret ging es hierbei um die Smart Office-Integration. Durch Eintragungen in einen beliebigen Kalender werden Mobilitätsanforderungen erkannt, welche in Routenvorschläge und optimierte Vorschläge zur Verkehrsmittelwahl über die Assistenz-App münden und somit den Benutzer bei der Gestaltung seiner An- und Abreise unterstützen. Weiterhin wurde von uns der Zwischenstand zur Smart Home-Integration vorgestellt, bei welcher die Assistenz-App durch Erkennung bzw. Berechnung der Ankunftszeit die Klimasteuerung im Smart Home unterstützt wie z.B. das rechtzeitige Hochfahren der Heizung, damit bei Ankunft zu Hause alles wohltemperiert ist. Der Fortschritt des Projekts wurde durch den Projektträger insgesamt positiv bewertet. Herr Kahnt (VDI/VDE Innovation + Technik) zeigte sich zufrieden mit dem aktuellen Projektfortschritt und ermunterte genauso engagiert weiter machen. Alle Partner starten nun mit Feuereifer in die zweite Projekthälfte, um das Gesamtvorhaben zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.