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RIA-Forum Darmstadt

esentri war am 23.04.2010 bei dem RIA-Forum in Darmstadt dabei. Vier Vorträge beleuchten aktuelle Themen rund um Rich Internet Application Frameworks und Technologien. Interessante Diskussionen und Erfahrungsaustausch über Flex, Ajax und Usability Anforderungen.

Zum zweiten mal überhaupt wurde das von richability organisierte RIA Forum am 23.04.2010 im Darmstadtium in Darmstadt ausgerichtet. In der kleinen aber feinen Veranstaltung wurde in vier kurzen aber durchgängig kurzweiligen Talks neueste GUI-Technologien vorgestellt und diskutiert. Für uns von esentri bot sich hiermit eine ausgezeichnete Gelegenheit aktuelle Ideen und Ansätze bei RIA-Technologien zu vergleichen und sich mit „Gleichgesinnten“ zu diesen Themen auszutauschen.


Gespräch mit Herrn Müller von CaptainCasa

Frank Szilinski und Mario Herb im Gespräch mit Björn Müller von CaptainCasa

Gleich zu Beginn der Veranstaltung wurde von Florian Müller, dem Mitveranstalter des Events, über die Enterprise-Fähigkeit von Adobe RIA-Flaggschiff „Flex“ referiert. Für Flex wurden in den vergangenen Jahren einige Open-Source Alternativen zu den von Adobe angebotenen „BlazeDS“ und den nur kommerziell verfügbaren „LifeCycle DS“ entwickelt. In diesem Zusammenhang wurden einige Features des quelloffenen „GraniteDS“-Frameworks vorgestellt, das in einigen Punkten durchaus mit den „Wow“-Features von LCDS mithalten kann. Dieser Aufruf war dann auch bei der Live-Demonstration des Ganzen von einigen Zuhörern zu entnehmen. Weiterhin wurde erläutert wohin mit Flex 4 die Reise gehen wird.

Über rein graphisches Design können mit entsprechenden Tools Komponenten und sogar komplette Oberflächen in vollständig frei wählbaren Farben und Formen erstellt werden. Ergänzt wurden diese wiederum als Live-Demo vorgeführten Features mit nützlichen Praxis-Tipps. Beispielsweise eignet sich der von Adobe vorgeschlagene Entwicklungsprozess vom Design bis zur ausführbaren und mit Logik hinterlegten Anwendung vor allem auf Komponenten-Ebene, da beispielsweise bei Änderungen im zugrunde liegenden Datenmodell auch das Design der Oberfläche angepasst werden muss. Dies ist logischerweise einfacher zu bewerkstelligen, wenn auch die Oberfläche in einzelne von einander separierte Komponenten gegliedert ist.

In der darauffolgenden Präsentation wurden von Dierk König, dem Autor diverser Fach-Bücher (u.a. „Groovy in Action“), einige Aspekte und Überlegungen zur Steigerung des Bedienkomforts und der Interessantheit von User-Interfaces dargestellt. Es wurde die Entwicklung von Benutzerschnittstellen aus vergangenen Tagen bis heute eingegangen. Neben einigen Tipps zu psychologischen Überlegungen bei dem Entwurf von User Interfaces wurden auch bei diesem Vortrag per Live-Demo einige ausgefallene Komponenten vorgeführt, die zum Beispiel an die von iTunes bekannte Coverflow-Komponente erinnern. Insbesondere kam zur Sprache, dass Benutzer von neuen User Interfaces oft erst mühsam überzeugt werden müssen und im Rahmen von Businessanwendungen vor allem eine effiziente Bedienung im Vordergrund steht. Darüber hinaus wurde das von Canoo entwickelte rein Java/Swing-basierte und dennoch Server-zentrische Framework ULC vorgestellt.

Danach stellte Stephan Portmann zusammen mit seinem Kollegen Mike Leber in einem als Laienschauspielstück inszenierten Vortrag das JaxFront Framework vor. Anhand von „ausgewählten“ Szenen einer fiktiven Kunde-Dienstleister Beziehung wurden die Vorteile des MDA-orientierten Ansatzes vorgestellt. Ausgehend von XMLSchema basierten Beschreibungen von Domänen-Objekten werden GUI-Frontends inklusive zugehöriger Validierungen generiert und in mehreren iterativen Läufen anschließend verfeinert. Das Framework zeigte hier vor allem Eignung für stark formulargetriebene Businessanwendungen.

In einem abschließenden Vortrag wurde von Daniel Seiler das aus Taiwan kommende Framework ZK präsentiert. ZK wird auch in Europa immer mehr im Bereich von rein Server-basierten RIA-Frameworks wahrgenommen. Es wurden die grundlegenden Komponenten und Techniken im Umgang mit ZK erläutert. Vor allem die Flexibität und Produktivität dieses Frameworks wurde herausgestellt.

Als abschließendes Fazit lässt sich sagen, dass mit dem RIA-Forum seinen Besuchern viele Denkanstöße wie auch interessante Überlegungen mit auf den Weg gegeben hat. Es wurde vor allem deutlich, dass allgemeine Interesse an RIA als Best-of-both-worlds Ansatz (bezogen auf herkömmliche Webanwendungen und traditionelle Desktop-Anwendungen) stark am wachsen ist.

esentri hat nun bereits mehrfach in Projekten Erfahrungen mit unterschiedlichen RIA-Technologien sammeln können. Aktuell befindet sich vor allem Adobes Flex Framework im Fokus unseres Interesses. Es kam bereits erfolgreich im Rahmen einiger unserer Projekte zum Einsatz und auch bei der Entwicklung unseres Projektmanagement-Tools „p-Elements“ wird die aktuell wohl ausgereifteste „Plugin“-RIA-Technologie eingesetzt.

Mario Herb

2 Kommentare zu “RIA-Forum Darmstadt”

  1. Hallo Herr Herb,

    vielen Dank für Ihre gelungene Zusammenfassung - wir würden uns freuen Sie als RIA-Pioniere auch beim nächsten Forum begrüßen zu dürfen!

    Freundliche Grüße - Florian Müller!

  2. [...] This post was mentioned on Twitter by esentri. esentri said: RIA-Forum Darmstadt - esentri war mit dabei! http://ow.ly/1GNmP [...]

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