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GPM Young Crew Workshop in HamburgLetztes Wochenende (20./21.) habe ich am Young Crew Workshop in Hamburg teilgenommen. Die Young Crew ist ein Netzwerk von jungen Projektmanagern und Teil der GPM. Sie vernetzen und betreuen Young Professionals, organisieren und veranstalten Weiterbildungen und unterstützen innovative Ideen im Bereich des Projektmanagements. Die diesjährige Veranstaltung fand an der technischen Universität Hamburg-Harburg statt. Zur Auswahl standen verschiedene Workshops (siehe Bilder). Ich habe an den Workshops „Projektmanagement Grundlagen“, „Internationales Projektmanagement“ und „CreACTivity“ teilgenommen, die alle sehr interessant und lehrreich waren. Los ging es freitags um 9 Uhr mit der Begrüßung durch die Organisatoren der Young Crew und der Eröffnungs-Keynote „Aufbruch ins Projektzeitalter ... Perspektiven, Trends und Potenziale“, die von Reinhard Wagner (GPM Vorstand) vorgetragen wurde. Reinhard Wagner referierte über das heutige Projektmanagement und warf einen Blick in das Jahr 2030.
Spannende Workshops zum Thema PMNach einer kurzen Pause starteten die Workshops. Der Workshop „Projektmanagement Grundlagen“, der von Aarti Sörensen (Gründungsmitglied und Management Board der Young Crew) und Annette Dernick (Coach/Supervisorin) gehalten wurde, begann mit einer kurzen Vorstellungs- und Begrüßungsrunde. Anschließend stiegen wir sofort in die Thematik des Projektmanagements ein. Es wurden die bekannten Begriff „Projekt“ und „Projektmanagement“ definiert und die Zieldefinition mit der SMART-Methode aufgezeigt. Hierzu mussten wir dann in kleinen Gruppen zu einem beliebigen Projekt SMART-Ziele definiert und anschließend präsentieren. Bis zur Mittagspause wurden dann weitere Vorgehensweisen des Projektmanagements, die Umfeld-, Stakeholder- und Risikoanalyse aufgezeigt und diskutiert. Nach der Mittagspause wurden weitere theoretische Themen wie die Projektorganisation, die Projektleitung, der Projektstart und –abschluss, sowie die einzelnen Phasen eines Projektes besprochen. Hierzu wurde dann eine weitere Gruppenarbeit durchgeführt, die sich hauptsächlich mit der Definition der einzelnen Projektphasen beschäftigte. Im Anschluss wurden die Ergebnisse wieder präsentiert und mit der gesamten Gruppe besprochen. Zum Abschluss des Workshops wurde noch einmal der große Zusammenhang des Projektmanagements, das Big Picture, aufgezeigt und  in der anschließenden Feedbackrunde unsere Eindrücke und Meinungen diskutiert. Zum Abschluss des Workshoptages verabschiedeten uns die Young Crewler und luden zum gemeinsamen Essen in der Hamburger City ein. Herausforderung: Internationales Projektmanagement
Am darauf folgenden Tag startete die Veranstaltung um 9 Uhr mit einer Keynote „Von der Vision bis zur ersten Auflage - ein Gründungsprojekt mit Weltverbesserungsanspruch“  von Thomas Friemel, dem Gründer des Wirtschaftsmagazins „enorm“, welches sich dem Social Business und somit Neuland in Deutschlands Medienwelt widmet. Im Anschluss an die Keynote ging es mit den Workshops los. Der Workshop „Internationales Management“ wurde von Dr. Thor Möller (GPM Vorstand) gehalten.  Während des Workshops wurden mittels Gruppenarbeit die verschiedenen Aspekte (technisch, politisch, kulturell, wirtschaftlich, geografisch) erörtert, sowie die folgenden Fragen beantwortet:
Anschließend wurden die einzelnen Ergebnisse vorgestellt und diskutiert. Kreativ sein im CreACTivity WorkshopNach dem Mittagessen und ausgiebigem Networking startete am Nachmittag der Workshop „CreACTivity“. Der Workshop wurde von Estuardo Calderon (Management Board Young Crew) und Dr. Daniel Collado-Ruiz (Chairman Spanish Young Crew & IPMA Young Crew Management Board) in englischer Sprache gehalten. Der Workshop war sehr aufschlussreich und informativ. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurden verschiedene Instrumente und hilfreiche Tipps zur kreativen und innovativen Lösungsfindung vorgestellt. Die vorgestellten Methoden wurden zudem im kleinen wie im großen Umfeld eingesetzt. Beispielweise wurden in der großen Gruppe ein Problem mit Hilfe der 6 Hüte Methode von De Bono Ideen und Lösungen gefunden aber auch wieder verworfen. Insgesamt war der Workshop sehr interaktiv und somit sehr lehrreich, denn jeder ist auf seine Art und Weise kreativ. Abendveranstaltung auf der Cap San DiegoAm Ende des Tages wurden wir von der Young Crew mit dem berühmten Projektmanagement Atlas sowie unserem Teilnahmezertifikat verabschiedet und herzlich zur Abendveranstaltung auf der Cap San Diego am Hamburger Hafen eingeladen. Die Abendveranstaltung startete um 20 Uhr mit Sektempfang und anschließendem Buffet. Im Anschluss an das Essen stellte Götz Ulmer, Geschäftsführer Kreation bei Jung von Matt und verantwortlich für Kampagnen wie Mercedes und Sixt, sein Projekt in Zusammenarbeit mit den Hamburger Philharmonikern vor. Die Idee: 100 Musiker, 50 Orte, ein Konzert.Das Konzept & Titel der Keynote: 25000 €, 6 Leute, 1 Idee und 0 Ahnung. Das Ergebnis: Sehr beeindruckend! Und das obwohl viele Projektmanagementmethoden über Bord geworfen wurden. Zudem zeugt das Ergebnis davon, dass manchmal auch unkonventionelle Wege mit entsprechendem Mut und Engagement zum Erfolg geführt werden können. Anschließend wurde die drei besten Projekte und jeweiligen Projektverantwortlichen für den GPM Young Project Manager Award vorgestellt und der beste geehrt. FazitAbschließend muss ich sagen, dass die GPM Young Crew ein tolles Netzwerk ist und sich der Workshop wirklich gelohnt hat. Also jedem der Interesse am Thema Projektmanagement hat, sein Netzwerk erweitern will und Ideen einbringen will ist genau richtig.
Google Wave ist totÜberraschend hat Google gestern verkündet den mit reichlich Vorschusslorbeeren gestarteten Dienst Google Wave einzustellen. Die Nachricht gestern kam für viele überraschend - Google Wave wird offiziell eingestellt. Im Prinzip ist dies ja nichts ungewöhnliches in der heutigen Zeit: Dienste kommen, Dienste gehen, manche sind erfolgreich, manche nicht. Dass aber Google derart daneben greift ist ungewöhnlich...oder nicht? Rückblick - viel Tamtam um Google Wave Wieder lohnt sich ein Blick zurück. 2009 wurde Google Wave erstmals vorgesellt. E-Mail 2.0, revolutionär, bahnbrechend...mit Superlativen wurde nicht gespart. Und in der Tat: die ersten Demos waren beeindruckend und auch wir haben in Google Wave das Potential für die Echtzeitzusammenarbeit in Teams erkannt. Google hat uns eine schöne neue Welt gezeigt...wenn es denn funktioniert hätte! Nicht der erste Google Fehlgriff! Doch woran lag es nun, dass Google Wave kein bahnbrechender Erfolg wurde? Warum floppte die nächste Idee nach Google Buzz und dem Google Handy? Glaubt man den diversen Internetquellen war es u.a. folgende Gründe:
Die aufgeführten Gründe sind sicherlich richtig. Es wurde (typisch amerikanisch?) vorab zuviel Tamtam gemacht und man war noch nicht soweit, wie man tat. Die Erwartungen sind enorm gestiegen und der Absturz war daher nun umso härter. Allerdings gehen unsere Vermutung noch in eine ganz andere Richtung. Google hat es selbst technisch nicht geschafft! Wir bei esentri waren weltweit bei den ersten Firmen, die einen eigenen Google Wave Client auf Basis der Open Source API programmiert haben. Ja, wir können sagen, dass wir wirklich durchschaut haben, wie die Software funktioniert. Ursprünglich haben wir sogar mit dem Gedanken gespielt unsere neue Softwareidee auf Basis von Google Wave zu entwickeln... Doch irgendwann haben wir erkannt, dass Google Wave technologisch noch nicht soweit ist. Immer wieder haben auch wir technische Mängel gefunden, fehlende Stabilität bemerkt und uns gefragt, warum es nicht wirklich voran geht. Warum wurde das Protokoll nicht frühzeitig veröffentlicht? Warum erst nach so langer Zeit? Warum wurde intern immer weniger Aufwand in den Server Teil und die API investiert (also die Teile, die im Hintergrund der Google Wave Oberfläche laufen)? Wir glauben: Google hat die technischen Probleme einfach nicht in den Griff bekommen und hat gehofft, dass die Open Source Gemeinde eine Lösung findet. Die Lösung liegt wieder bei Google Google hat die Lösung der Echzeitkollaboration quasi schon eingekauft: die Firma Appjet. (siehe: http://news.cnet.com/8301-30685_3-10409676-264.html) Diese Firma hat es bereits vor geraumer Zeit geschafft eine stabile und performante Lösung names EtherPad.com zu entwickeln. Gemäß der Pressemeldungen von damals sollte etherpad in Google Wave integriert werden. Fraglich ist nun natürlich, wie es tatsächlich weitergeht und ob Google die EtherPad Technologie einfach in Google Mail und Google Docs integriert? Wir jedenfalls experimentieren bereits seit längerem mit der Open Source Lösung EtherPad und sind bisher wirklich überzeugt, dass damit echte Real-Time-Collaboration möglich ist. Insbesondere die Möglichkeiten in der Kombination mit Adobe Flex Anwendungen sind deutlich besser, als dies mit Google Wave möglich war - traurig muss man also wegen Google Wave nicht sein! Ein bisschen wundern muss man sich aber schon, dass ausgerechnet die anscheinend perfekte Firma Google auch nicht alle Probleme lösen kann
Spiel, Spass und gute Laune beim Cybercup 2010Gerade rechtzeitig zur WM in Südafrika steht das esentri Fussball-Team auf dem Platz und kämpfte beim CyberCup 2010 um den Titel. Zum bisher ersten Mal veranstaltete das Cyberforum ein Kleinfeldfußballturnier, bei dem dessen Mitglieder (IT- und Technologieunternehmen aus der Region Karlsruhe) unter dem Motto "Networking ohne Anzug und Krawatte" auf dem Fußballplatz messen konnten. Herrliches Sommerfußballwetter und der Auftakt zur Fußball-WM sorgten für eine tolle Atmosphäre und die richtige Fußballstimmung. ![]() Vierzehn Teams traten in zwei Gruppen gegeneinander an. Gespielt wurde (zumeist ;-)) immer zwölf Minuten, in denen jeweils fünf Feldspieler und ein Torwart von jedem Team aufgeboten werden mussten. Nach tollem Auftaktspiel (2:0 gewonnen), musste das esentri Team, welches sich ausschließlich aus Nichtfußballern zusammensetzte (!), nach zwei Unentschieden, leider auch zwei äußerst unglückliche Niederlagen hinnehmen. So wurde leider nichts aus dem angepeilten Halbfinaleinzug und man musste sich am Ende sogar mit dem nicht ganz der Leistung gerechten fünften Platz in der Gruppe zufrieden geben. Dennoch tat dies der guten Laune an diesem Tag keinen Abbruch. Am Ende des Tages waren sich alle einig, dass das Event eine Riesengaudi war, die beim hoffentlich nächstes Jahr stattfindenden 2.Cybercup wiederholt werden muss. Weitere Bilder bei Picasa.
Geschäftsprozesse richtig optimierenLaut einer Aberdeen-Studie zum Thema BPM tun sich die meisten Unternehmen schwer damit Strategien für die Geschäftsprozessoptimierung erfolgreich umzusetzen. Dabei sind die Verbesserungspotentiale auch unserer Meinung nach enorm, wenn man einige Regeln beachtet. Ein Kommentar zum Artikel in der Computerwoche "BPM chancenlos gegen manuelle Prozesse". "Kosten sparen", "Prozesse verschlanken", "Komplexität reduzieren"  - das sind typische Themen, die gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten immer gerne diskutiert werden. In der Tat: Unternehmen jeder Größe stehen aktuell vor der Herausforderung ihre Prozesse zu optimieren, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können. Das US-Markforschungsinstitut Aberdeen hat weltweit über 200 Firmen zum Thema BPM (Business Process Management) befragt und festgestellt, dass die meisten Firmen die Potentiale der Geschäftsprozessoptimierung nicht nutzen - die Gründe hierfür sind vielfältig und leider zum Teil hausgemacht.
Dieses zentrale Ergebnis der Studie können wir leider nur unterstreichen. Es gibt wenige Unternehmen, die ihre Prozesse wirklich konsequent optimieren. Zumeist herrscht in den Abteilungen Herrschaftsdenken vor und was bisher prima funktioniert hat, muss sich ja zukünftig nicht unbedingt ändern. Manch eine Abteilung versteht sich gar prächtig darin, Prozesse zu verschleiern und Transparenz zu vermeiden, um so ihr Herrschaftswissen zu behalten. So wird der papiergebundene Prozesse - ohne Auswertungsmöglichkeit aber mit reichlich Medienbrüchen - gerne beibehalten: schließlich ist es für Außenstehende schwierig zu beurteilen, inwiefern der Prozess wirklich nur so ablaufen kann.
Firmen, die sich jedoch als Organisation zu einer klaren BPM Strategie bekennen, werden damit auf Sicht auch erfolgreich sein. Inwiefern die Zahlen tatsächlich in der Realität messbar sind, ist immer fraglich. Unzweifelhaft jedoch ist, dass sich Projekte, bei denen die Geschäftsprozesse analysiert und hinterfragt werden zwar schwierig, bei erfolgreicher Abwicklung jedoch auch äußerst lohnenswert sind. Allein, dass gewachsene Strukturen in Frage gestellt werden, etablierte Prozesse unter neuen Gesichtspunkten beleuchtet werden und neue Ideen ernst genommen werden, führt oft zu signifikanten Verbesserungen im Prozess. Wenn es dann noch gelingt eine passende IT-Lösung zu entwickeln, stellen sich die spürbaren Einsparungen automatisch ein.
Doch Vorsicht! BPM ist in der Tat mehr als IT. Viele Firmen machen auch unserer Meinung nach den Fehler BPM mit teuren IT-Lösungen gleichzusetzen. Dies ist definitiv zu kurz gegriffen! Erfolgreiches BPM basiert auf hoher Akzeptanz in den Fachbereichen und lässt sich nicht ohne deren Unterstützung umsetzen. Nur ein neues Tool, ein neues System löst die Probleme nicht. "A fool with a tool is still a fool" tut insbesondere den engagierten Mitarbeitern unrecht, behält jedoch seine Aussagekraft, wenn es um neue IT-Systeme geht. Im Vordergrund erfolgreicher BPM Projekte sollte daher immer der Prozess stehen und nicht die IT. Genausowenig wie die IT allein am Scheitern eines Projektes Schuld trägt, ist sie der Heilsbringer für den Erfolg. Bei esentri empfehlen wir immer beide "Welten" zu betrachten und in Einklang zu bringen - nur so lassen sich nachhaltig messbare Effekte erzielen. In Summe steht und fällt erfolgreiches BPM mit der Unternehmenskultur. Oft überwiegen Ängste vor Arbeitsplatzabbau und Veränderung gegenüber den Chancen, die sich auch für Mitarbeiter ergeben. Um wettbewerbsfähig zu bleiben ist es unerlässlich, dass Unternehmen ihre Prozesse kontinuierlich in Frage stellen. Firmen, die das im Rahmen der Unternehmenskultur verinnerlicht haben, sind in der Natur der Sache auch erfolgreicher. Nicht immer bedeutet dabei eine prozessuale Verbesserung auch den Abbau von Arbeitsplätzen - das identifizierte Potential kann durchaus auch für nachhaltiges Wachstum oder eine erhöhte Kundenzufriedenheit verwendet werden.
RIA-Forum Darmstadtesentri war am 23.04.2010 bei dem RIA-Forum in Darmstadt dabei. Vier Vorträge beleuchten aktuelle Themen rund um Rich Internet Application Frameworks und Technologien. Interessante Diskussionen und Erfahrungsaustausch über Flex, Ajax und Usability Anforderungen. Zum zweiten mal überhaupt wurde das von richability organisierte RIA Forum am 23.04.2010 im Darmstadtium in Darmstadt ausgerichtet. In der kleinen aber feinen Veranstaltung wurde in vier kurzen aber durchgängig kurzweiligen Talks neueste GUI-Technologien vorgestellt und diskutiert. Für uns von esentri bot sich hiermit eine ausgezeichnete Gelegenheit aktuelle Ideen und Ansätze bei RIA-Technologien zu vergleichen und sich mit „Gleichgesinnten“ zu diesen Themen auszutauschen. ![]() Frank Szilinski und Mario Herb im Gespräch mit Björn Müller von CaptainCasa Gleich zu Beginn der Veranstaltung wurde von Florian Müller, dem Mitveranstalter des Events, über die Enterprise-Fähigkeit von Adobe RIA-Flaggschiff „Flex“ referiert. Für Flex wurden in den vergangenen Jahren einige Open-Source Alternativen zu den von Adobe angebotenen „BlazeDS“ und den nur kommerziell verfügbaren „LifeCycle DS“ entwickelt. In diesem Zusammenhang wurden einige Features des quelloffenen „GraniteDS“-Frameworks vorgestellt, das in einigen Punkten durchaus mit den „Wow“-Features von LCDS mithalten kann. Dieser Aufruf war dann auch bei der Live-Demonstration des Ganzen von einigen Zuhörern zu entnehmen. Weiterhin wurde erläutert wohin mit Flex 4 die Reise gehen wird. Über rein graphisches Design können mit entsprechenden Tools Komponenten und sogar komplette Oberflächen in vollständig frei wählbaren Farben und Formen erstellt werden. Ergänzt wurden diese wiederum als Live-Demo vorgeführten Features mit nützlichen Praxis-Tipps. Beispielsweise eignet sich der von Adobe vorgeschlagene Entwicklungsprozess vom Design bis zur ausführbaren und mit Logik hinterlegten Anwendung vor allem auf Komponenten-Ebene, da beispielsweise bei Änderungen im zugrunde liegenden Datenmodell auch das Design der Oberfläche angepasst werden muss. Dies ist logischerweise einfacher zu bewerkstelligen, wenn auch die Oberfläche in einzelne von einander separierte Komponenten gegliedert ist. In der darauffolgenden Präsentation wurden von Dierk König, dem Autor diverser Fach-Bücher (u.a. „Groovy in Action“), einige Aspekte und Überlegungen zur Steigerung des Bedienkomforts und der Interessantheit von User-Interfaces dargestellt. Es wurde die Entwicklung von Benutzerschnittstellen aus vergangenen Tagen bis heute eingegangen. Neben einigen Tipps zu psychologischen Überlegungen bei dem Entwurf von User Interfaces wurden auch bei diesem Vortrag per Live-Demo einige ausgefallene Komponenten vorgeführt, die zum Beispiel an die von iTunes bekannte Coverflow-Komponente erinnern. Insbesondere kam zur Sprache, dass Benutzer von neuen User Interfaces oft erst mühsam überzeugt werden müssen und im Rahmen von Businessanwendungen vor allem eine effiziente Bedienung im Vordergrund steht. Darüber hinaus wurde das von Canoo entwickelte rein Java/Swing-basierte und dennoch Server-zentrische Framework ULC vorgestellt. Danach stellte Stephan Portmann zusammen mit seinem Kollegen Mike Leber in einem als Laienschauspielstück inszenierten Vortrag das JaxFront Framework vor. Anhand von „ausgewählten“ Szenen einer fiktiven Kunde-Dienstleister Beziehung wurden die Vorteile des MDA-orientierten Ansatzes vorgestellt. Ausgehend von XMLSchema basierten Beschreibungen von Domänen-Objekten werden GUI-Frontends inklusive zugehöriger Validierungen generiert und in mehreren iterativen Läufen anschließend verfeinert. Das Framework zeigte hier vor allem Eignung für stark formulargetriebene Businessanwendungen. In einem abschließenden Vortrag wurde von Daniel Seiler das aus Taiwan kommende Framework ZK präsentiert. ZK wird auch in Europa immer mehr im Bereich von rein Server-basierten RIA-Frameworks wahrgenommen. Es wurden die grundlegenden Komponenten und Techniken im Umgang mit ZK erläutert. Vor allem die Flexibität und Produktivität dieses Frameworks wurde herausgestellt. Als abschließendes Fazit lässt sich sagen, dass mit dem RIA-Forum seinen Besuchern viele Denkanstöße wie auch interessante Überlegungen mit auf den Weg gegeben hat. Es wurde vor allem deutlich, dass allgemeine Interesse an RIA als Best-of-both-worlds Ansatz (bezogen auf herkömmliche Webanwendungen und traditionelle Desktop-Anwendungen) stark am wachsen ist. esentri hat nun bereits mehrfach in Projekten Erfahrungen mit unterschiedlichen RIA-Technologien sammeln können. Aktuell befindet sich vor allem Adobes Flex Framework im Fokus unseres Interesses. Es kam bereits erfolgreich im Rahmen einiger unserer Projekte zum Einsatz und auch bei der Entwicklung unseres Projektmanagement-Tools „p-Elements“ wird die aktuell wohl ausgereifteste „Plugin“-RIA-Technologie eingesetzt.
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